KI Navigator 2026: Sieben Sessions, die ihr nicht verpassen solltet

  • Erstellt von Christian Luda
  • KI, Vor Ort, Konferenz

Sieben Sessions, sieben Perspektiven, ein gemeinsames Thema: Wie wird aus KI konkreter Mehrwert? Entdeckt ausgewählte Highlights der KI Navigator 2026 und bekommt einen Vorgeschmack auf das, was euch im November erwartet!

Das Programm der KI Navigator 2026 macht es nicht leicht, einzelne Highlights herauszugreifen: Zu vielfältig sind die Themen, zu spannend die Perspektiven und zu unterschiedlich die Formate. Von strategischen Fragen und wirtschaftlichem Mehrwert über konkrete Use Cases bis hin zu neuen Arbeitsweisen und technologischen Entwicklungen reicht die Bandbreite.

Wir haben es trotzdem versucht – und sieben Sessions ausgewählt, die besonders neugierig machen. Sie zeigen exemplarisch, wie vielseitig KI heute gedacht, eingesetzt und weiterentwickelt wird. Ob ihr bereits konkrete KI-Projekte umsetzt oder noch nach den richtigen Ansatzpunkten sucht: Diese Highlights bieten spannende Impulse für eure eigene Praxis.

 

"Pitching is the New Product", Keynote von Bozesan und Robert Sladeczek

Was kann ein KI-Team von einer Animationsserie lernen?

Albert Bozesan und Robert Sladeczek haben aufgehört zu pitchen und ihre Idee einfach selbst umgesetzt. Mit TARMAC haben die beiden Filmemacher gemeinsam mit einem kleinen Team eine animierte Workplace-Comedy-Serie realisiert – ohne klassisches Studio oder Greenlight und mit einem hybriden Workflow aus klassischem Handwerk und KI.

Dabei entstand nicht nur eine Serie, sondern auch eine neue Arbeitsweise: Ein Workflow, bei dem niemand auf einen KI-Spezialisten warten muss und alle Beteiligten selbst handlungsfähig bleiben. Eigene Tools und ein speziell entwickelter Produktionsprozess verbinden dabei kreative Arbeit und KI.

In ihrer Keynote gehen Albert Bozesan und Robert Sladeczek der Frage nach, was kleine Teams heute selbst bauen können – und was sich daraus für KI-Projekte ableiten lässt, die an Abstimmungen, Abhängigkeiten oder langen Entscheidungswegen feststecken.

Eine inspirierende Perspektive auf KI, Kreativität und die Kraft, weniger zu pitchen und einfach anzufangen.
 

"Vom KI-Wunschzettel zum Business Impact: Die richtigen Use Cases finden" von Doris-Muriel Finckh & Udo Latino (dUb IMPACT GbR)

Viele Unternehmen haben zahlreiche KI-Ideen, doch nur wenige führen tatsächlich zu messbaren Ergebnissen. Doris-Muriel Finckh und Udo Latino von dUb IMPACT geben auf Einblicke, wie aus priorisierten Use Cases konkrete und wertschöpfende Business Cases entstehen.

Anhand realer Projekterfahrungen wird deutlich, warum KI-Initiativen häufig schon vor der Umsetzung ins Stocken geraten und wie interdisziplinäre Teams aus ersten, noch unscharfen Ideen konkrete und umsetzbare Anwendungsfälle entwickeln können. Im Fokus stehen dabei drei entscheidende Perspektiven: Wünschbarkeit, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Eine Session für alle, die KI nicht als isoliertes Technologieprojekt verstehen, sondern nachhaltig und mit messbarem Business Value im Unternehmen verankern möchten.
 

"Good Pipes Beat Big Models: Scalable NLP Pipelines for Receipt Understanding" von Johanna Wachsmann (YouGov)

Was passiert, wenn Millionen von Kassenbons zuverlässig verstanden und strukturiert verarbeitet werden müssen? Unterschiedliche Layouts, schlechte Bildqualität und fehlerhafte OCR-Ergebnisse machen Receipt Understanding zu einer anspruchsvollen Aufgabe und nicht immer ist das größte KI-Modell die beste Lösung.

Johanna Wachsmann von YouGov erläutert, wie eine skalierbare NLP-Pipeline für die Verarbeitung von Kassenbons aufgebaut wird – von der OCR-Texterkennung bis zur strukturierten Erfassung von EAN, Preisen und Produktnamen. Sie wirft einen genauen Blick auf praktische Engineering-Entscheidungen wie Schema-Normalisierung, regelgestütztes Parsing und leichtgewichtige Machine-Learning-Modelle. Die Erfahrung aus Millionen verarbeiteter Belege zeigt: Wo Präzision, Geschwindigkeit und Wartbarkeit zählen, können durchdachte Pipelines große Modelle deutlich übertreffen.

Ein spannender Praxisbericht darüber, warum gutes Data Engineering und durchdachte NLP-Architekturen manchmal wichtiger sind als das größte verfügbare KI-Modell.
 

"Keine Panik vor Agenten! Per Anhalter durch die neue Galaxis der AI Gateways" von Mario-Leander Reimer (QAware)

Die Welt der APIs verändert sich: Während klassische API-Kommunikation deterministisch und klar strukturiert war, bringen generative KI und autonome Agenten eine neue Dimension mit sich. Systeme werden probabilistischer, kontexthungriger und zunehmend autonom.

Mario-Leander Reimer von QAware nimmt euch mit in die neue Welt der AI Gateways und erläutert, warum klassische API-Gateways den Anforderungen moderner KI-Anwendungen nicht mehr vollständig gerecht werden. Im Fokus stehen neue Protokolle wie MCP, A2A, UCP und A2UI sowie zentrale Fragen rund um Sicherheit, Effizienz und Orchestrierung. Live-Demos veranschaulichen, wie AI Gateways unter anderem mit Semantic Caching, Token-Rate-Limiting, PII-Redaction und Agent-Readiness KI-Anwendungen produktionsreif machen können.

Eine Session für alle, die verstehen möchten, wie KI-Agenten die Architektur moderner Softwaresysteme verändern und welche Rolle AI Gateways dabei spielen.
 

"AI-Driven Software Development Lifecycle Platform", Workshop mit Dr. Thomas Kriechbaumer von Amazon Web Services (AWS)

KI verändert die Softwareentwicklung grundlegend: Weg von punktueller Codegenerierung hin zu einem ganzheitlichen Ansatz, bei dem KI den gesamten Entwicklungsprozess begleitet.

In diesem praxisorientierten Workshop lernt ihr den AI-Driven Development Lifecycle (AI-DLC) kennen und entwickelt mithilfe von Claude Code powered by Amazon Bedrock eine vollständige Anwendung – von den ersten Anforderungen bis zum produktiven Betrieb. Dabei stehen drei Phasen im Mittelpunkt: Inception, Construction und Operations. Der Workshop vermittelt, welche Aufgaben sich an KI delegieren lassen, wo menschliche Expertise unverzichtbar bleibt und welche Muster sich für Architektur, Entwicklung, Testing und Deployment bewähren.

Ein praxisnaher Workshop für alle, die KI nicht nur zur Codegenerierung einsetzen, sondern als echten Entwicklungspartner über den gesamten Software-Lifecycle nutzen möchten.

"Denken mit KI: Wie sich unser Kopf verändert" von Miriam Waßmann (adesso)

Generative KI verändert nicht nur, wie wir arbeiten, sondern auch, wie wir denken. Wenn Gedächtnis, Strukturierung und Teile der Entscheidungsfindung zunehmend an Maschinen ausgelagert werden, verändert sich auch die Beziehung zwischen Mensch und Technologie.

Miriam Waßmann von adesso beleuchtet, wie die Zusammenarbeit mit KI-Systemen unsere kognitiven Routinen verändert. Anhand typischer Situationen aus Wissensarbeit und Alltag geht sie der Frage nach, was passiert, wenn KI vom Werkzeug zum kognitiven Sparringspartner wird. Im Mittelpunkt steht dabei eine entscheidende Frage: Wie können wir KI sinnvoll als Partner nutzen, ohne dass der Autopilot übernimmt?

Eine spannende Session über die weniger sichtbare Seite der KI-Nutzung – und darüber, wie sich unser Denken durch die Zusammenarbeit mit intelligenten Systemen verändert.

"KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-VO - was du jetzt wissen musst (live zertifiziert)!" von Kai Hermsen und Nicolai Makosch

Wer KI im Unternehmen einsetzt, braucht auch die entsprechenden Kompetenzen. Der EU AI Act verpflichtet Unternehmen mit Art. 4 dazu, sicherzustellen, dass Mitarbeitende, die mit KI-Systemen arbeiten, über ausreichende KI-Kompetenz verfügen.

In dieser interaktiven Session erläutern Kai Michael Hermsen und Nicolai Makosch, was Art. 4 konkret für Unternehmen und Mitarbeitende bedeutet und warum KI andere Spielregeln mit sich bringt als klassische IT. Im Fokus stehen außerdem drei Rollen, die Unternehmen für einen verantwortungsvollen KI-Einsatz etablieren sollten, und die Frage, welche davon für die Teilnehmenden relevant ist.

Ein besonderer Mehrwert: Am Ende der Session erhaltet ihr von unserem Schulungspartner qSkills ein Zertifikat, das eure KI-Kompetenz gemäß Art. 4 KI-VO dokumentiert und direkt in eurem Unternehmen eingesetzt werden kann.



Das Event 

Die vierte Ausgabe der KI Navigator findet am 18. und 19. November 2026 im NCC in Nürnberg statt. Auch in diesem Jahr kommen wieder Developer und Engineers, Entscheiderinnen und Entscheider, Fachleute, Young Professionals sowie Studierende zusammen, um uns über den praktischen Einsatz von KI auszutauschen.

Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Einblicke in:

  • technologische Entwicklungen und Innovationen
  • neue Geschäftsmodelle
  • Veränderungen der Arbeitswelt
  • konkrete KI-Anwendungen aus Unternehmen und Organisationen

Early-Bird-Tickets für die KI Navigator 2026 sind nur noch bis zum 29. September 2026 in unserem Shop erhältlich.

Ihr möchtet das Event als Partner begleiten? Informationen zu unseren neuen Partnership-Formaten sowie unser Partnerprospekt findet ihr auf unserer Website. Bei Interesse oder Fragen schreibt uns auch gern eine E-Mail an partnership@~@doag.org.

Highlights der KI Navigator