DOAG 2024 Konferenz + Ausstellung: Eine gelungene neue Auflage

  • Erstellt von Martin Meyer
  • Konferenz + Ausstellung, Soft Skills, Data Analytics, Infrastruktur, Development, Datenbank

Die Anwenderkonferenz begeisterte in der vergangenen Woche rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Nürnberg.

Ein vielfältiges Programm zu den sechs Streams Datenbank, Infrastruktur, Development, Middleware, Strategie & Softskills sowie Data Analytics & KI erwartete die Besucherinnen und Besucher. Zusätzlich gab es den Stream KI als neuer Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit der parallel stattfindenden Konferenz KI Navigator, zu der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Anwenderkonferenz ebenfalls Zugang hatten.

Der erste Konferenztag startete am Dienstag um 8:30 Uhr mit 12 parallelen Early-Bird-Sessions. Um 9:30 Uhr folgte dann die Begrüßung aller Konferenz-Besucherinnen und -Besucher durch DOAG Vorstandsvorsitzenden Björn Bröhl und einer Vorstellung des neuen Oracle Deutschland Chef Thorsten Herrmann eröffnete die diesjahrige DOAG Anwenderkonferenz mit Keynote Speaker Juan Loaiza, Oracle Executive Vice President of Database Technologies. Dieser befasste sich in seiner Keynote mit dem Thema "Generative Development – the Future of Data and App Dev" in Oracle 23ai. Oracle böte mit der auf KI beruhenden Generative Development (GenDev) Unternehmen eine konkrete und umsetzbare Strategie für die Entwicklung von Unternehmensanwendungen, indem Datenlogik und die Anwendungslogik generiert werden, anstatt sie von Hand zu erstellen. Generative Development sei dazu geeignet Schwächen von Künstlicher Intelligenz zu kompensieren und Developer bei der Entwicklung von Apps zu unterstützen, sodass diese sich auf das Verstehen, Bearbeiten und Validieren der Ergebnisse konzentrieren könnten.

In einer der ersten frühen Sessions des ersten Konferenztages hatte schon Markus Michalewicz von Oracle mit seinen Vortrag zum Thema "Oracle Real Application Clusters (RAC) 23ai Smart Features – Tipps und Tricks" seine zahlreichen Besucherinnen und Besucher in den Bann gezogen.

Auf viel Interesse stieß auch Michael Stapfs Session zum Thema "Die Oracle Datenbank und Kubernetes". Darin zeigte er, wie die Oracle-Datenbank als Containerdatenbank (CDB/PDB) oder Non-CDB im eigenen RZ oder in der Cloud zusammen mit Kubernetes nativ über ihren automatisierbaren Lebenszyklus genutzt und betrieben werden kann.

Auch die Vorträge "JavaScript in der Datenbank? Brauche ich das eigentlich? Ganz vielleicht sogar!" von Martin Bach und "Partitionierung von Tabellen: Erfahrungen & Empfehlungen" von Dirk Tschentscher lockten zahlreiche frühe Besucherinnen und Besucher in die Konferenzsäle. 

Mit seinem Vortrag "Oracle DB Security mit dem Einsatz von KI" konnte auch Stefan Oehrli die Neugier zahlreicher Interessierter anregen. Am Beispiel von Unified Audit und anderen Security Features zeigte er, wie GenAI und Natural Language Prompts zur effizienten Auswertung von Audit-Daten verwendet werden können.

Die Ausstellung auf den Ebenen des Konferenzzentrums bot rund 40 Ausstellerstände, an denen unsere Partner ihre Produkte und Dienstleistungen präsentierten. Neu in diesem Jahr war die AI Experience World, die KI zum Anfassen und Ausprobieren bot. Hier konnte man sich über KI-Tools und -Lösungen direkt bei unseren Ausstellern informieren und inspirieren lassen!

Gegen Mittag begrüßten Patrizia Regenberg und Arvid Regenberg zahlreiche Teilnehmende zu ihrem Workshop "Von Elefanten und Entitäten: Ein Workshop zur Datenmodellierung".

Mit seiner Session "APEX 24: Neue Features in Oracle APEX 24" erreichte Carsten Czarski viele APEX-Jünger und Interessierte, die auf die Vorstellung der neuesten Funktionen von APEX 24, die sich besonders auf die KI-unterstützte Entwicklung konzentrieren, gespannt waren.

In der Session "CTF Mission 1: Das Betriebssystem, die Schwachstelle der Datenbank?" zeigten Justine Michelle Baier und Denis Kantorek, wo Gefahren und Schwächen lauern. Nach dem Vortrag konnten die Teilnehmenden in einer interaktiven Umgebung im "Capture the Flag"-Format, die Möglichkeit nutzen, das erlernte Wissen praktisch anzuwenden und in einem sicheren Umfeld verschiedene "Angriffe" selbst auszuprobieren, sich in ein System zu hacken und damit Punkte zu sammeln. 

Am Nachmittag stieß die Podiumsdiskussion "Migration: Panel Diskussion Migration auf Oracle 23ai" mit Moderator Jürgen Vitek auf großes Interesse. Die vier Experten Johannes Ahrends, Jochen Kutscheruk, Mike Dietrich und Jörg Sobottka stellten sich den zahlreichen Fragen des Publikums und gaben praxisnahe Empfehlungen für den Einsatz der neuen Oracle-Datenbank.

Auch "Simple Data Definitions with PL/SQL in Oracle Database 23ai" von Chris Saxon zog viele Besucherinnen und Besucher an.

Mit "Von Null auf Oracle: Testsysteme in Minuten mit Podman, Docker oder Cloud" bot Martin Berger einen den am meistbesuchten Vorträge am späten Nachmittag an.

Im Anschluss lockten die ersten Community-Aktivitäten. Um 18:30 Uhr fand die vierte Ausgabe der beliebten DOAG-Edition der ARD-Quizsendung "Wer weiß denn sowas?" statt. Ein Oracle-Team trat gegen Oracle ACEs an. Gewonnen hat diesmal Oracle mit Gerald Venzl und Sinan Petrus Toma. Insgesamt steht es damit nach 4 Runden 3:1 für die Oracle ACEs.
 

Der zweite Tag 

Am frühen Morgen zog der renommierte Experte Connor McDonald mit "The Humbling Experience of going from a Database Expert to an AI Newbie", Gunther Pippèrr mit "PL/SQL forever – Neues in 21/23c – Kleine Details mit großer Wirkung" sowie Lothar Flatz mit "Indexe effizient nutzen" schon viele Interessierte in die Konferenzsäle.

Zu Beginn des zweiten Konferenztages stand die gemeinsame Konferenz-Keynote "KI – Die Illusion vom perfekten Ersatz und die Kraft des Menschseins" auf dem Programm. Robert Szilinski thematisierte die Grenzen der KI und stellte den überzogenen technologischen Erwartungen das unverzichtbare Menschsein gegenüber. Er erläuterte, warum die menschliche Intuition, Kreativität und Empathie unersetzlich blieben und warum gerade in einer von KI geprägten Zukunft der Mensch im Zentrum steht.

Die Session "Administration und Betrieb von gehärteten Datenbanken" von Stefan Oehrli interessierte am Vormittag viele Anwenderinnen und Anwender.

Cornelia Heyde konzentrierte sich in ihrem Vortrag auf "Oracle Database Basics – Spurensuche nach Privilegien in der Datenbank".

In einer spannenden und lebhaften Diskussionsrunde "The Battle: Oracle vs. PostgreSQL" mit Johannes Ahrends trafen mit Marco Pachaly-Mischke und Markus Flechtner zwei erfahrene Kontrahenten aufeinander, um die Frage zu klären: Welche Lösung ist besser – Oracle-Datenbank oder PostgreSQL? Die Session bot wertvolle Einblicke in die Vor- und Nachteile beider Systeme.

Ilya Kosmodemiansky erläuterte in "PostgresSQL: So wird man ein PostgreSQL-DBA: vom Anfänger zum Fortgeschrittenen", was man wissen sollte.

Bojan Milijas erläuterte vor großem Auditorium "Oracle23ai: Was muss der DBA zu "ai" wissen und worum muss er sich kümmern?"

Martin Klier erläuterte in seiner Session "KI als neuer Mitarbeiter": Einfache KI-Anwendungsfälle für Oracle Database Professionals", wie sich native KI-Funktionen der Oracle Database nutzen lassen, um künftige Workloads in Datenbank-Setups vorherzusagen und Leistungsmanagement und Performanceanalyse zu erleichtern.

Marcel Amende sprach in seiner Session "Tunnel oder Burnout – Psychologische Höhen und Tiefen der Softwareentwicklung" über den stressigen Arbeitsalltag, der zu einer steigen Rate der psychischen Erkrankungen, wie Depression, Burnout oder Angststörung im Berufsleben führe. Die Frage des Abends lautete "Was sind die Faktoren, die Softwareentwickler derart belasten und was lässt sich dagegen tun?"

Am Abend galt es DOAG Geschäftsführer Fried Saacke für seine interessante neue "Nebentätigkeit" als Busfahrer zu danken. Wie schon zuvor im Jahr zur Cloudland fand im Zeitraum vom 11. Oktober bis 7. November erstmals unsere KI Navigator Roadshow statt, die ihn als Lenker des beliebten roten DOAG Busses in viele Ecken Deutschlands brachte, um KI-Interessierte zusammenzubringen.

Direkt im Anschluss bot ein gut gelaunter Ömer Atiker mit seiner Keynote für beide Konferenzen das informative wie unterhaltsame Tages-Highlight zum Thema "Künstliche Intelligenz – Wunsch, Wahn und Wirklichkeit" und wie sie unsere Arbeit und unseren Alltag verändert. Er verdeutlichte auf humorvolle Weise, dass KI natürlich auch ein Hype sei, bei dem viel dabei sei, das so nicht kommen wird und vieles ermögliche, das wir wohl gar nicht brauchen werden.

Danach konnten nach gemeinsamen Abendessen auf allen drei Ebenen alle beim abendlichen Community-Event bei Musik von DJ Neils in eine "Retro-Spielehölle" eintauchen und persönliche Highscores jagen. 
 

Der dritte Tag

Am dritten Konferenztag erwartete zu früher Stunde Chris Saxon mit seiner Session "Oracle Database 23ai for Developers" bereits ein voller Konferenzraum Shanghai.

Im Raum Tokio erfreute Johann-Peter Hartmann anschließend mit seiner Keynote "Hitchhikers Guide für IT im AI Age" die aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer.

Auch das Thema "Testdaten automatisch Tool-gestützt erzeugen – Unit Tests in der Datenbank" von Stefan Winkler und Alexei Ovetchkine war für zahlreiche Teilnehmenden von größerem Interesse.

Die zweite Keynote "Das kugelsichere Mindset – Präventives Krisenmanagement im Beruf" erwies sich als Zuschauermagnet. Die frühere Polizistin Viviane Albert vermittelte gut gelaunt ihr Soft-Skill-Thema in unterhaltsamer Art und Weise und verstand es das Publikum zu animieren und einzubinden.

Der beliebte Referent Randolf Eberle-Geist bewies mittags mit seinem Vortrag "Docker, Puppet, Ansible, AutoUpgrade und Kollegen –  Automatisierung für DBAs" Gespür für ein interessantes Thema, das er seinem Auditorium präsentieren konnte.

Daniel Overby Hansen und Mike Dietrich erweiterten den Horizont vieler Neugieriger im Raum Tokio mit ihrer Session "Patch your database like a Hero: Internals, secrets and more".

Für ein volles Haus sorgte in den letzten Konferenzstunden nochmal Connor McDonald mit "23ai – Zero Slides, Zero PowerPoint, Zero Marketing, 100% Live Demo!"
 

Schulungstag

Den Abschluss der DOAG 2024 Konferenz + Ausstellung bildete schließlich der Schulungstag am Freitag. Hier bot sich von 9 bis 17 Uhr noch einmal die Gelegenheit, an ebenso spannenden wie hilfreichen Workshops teilzunehmen und Wissen zu vertiefen. Nach vier Tagen Konferenz gab es schließlich viel positives Feedback von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. So wurden die interessante Mischung aus Oracle- und Open-Source-Themen, die zahlreichen Streams, das Angebot von themenübergreifenden Vorträgen sowie die hohe Qualität der Sessions gelobt.

Auch DOAG Vorstand Björn Bröhl zeigte sich begeistert: "Toll, wieder einmal gab es viele spannende Gespräche und einen intensiven persönlichen Austausch unserer Besucherinnen und Besucher. Die parallel stattfindenden Konferenzen Konferenz + Ausstellung und die KI Navigator konnten sich gut ergänzen. Da passte einfach vieles gut zusammen."
 

Save the Date

Wir freuen uns schon jetzt, euch im kommenden Jahr erneut zu begrüßen. Markiert euch schon einmal den Termin im Kalender: Die DOAG 2025 Konferenz + Ausstellung findet vom 18. bis 21. November statt – in Nürnberg. Bis dahin lohnt sich ein Blick auf unsere Archivseite, um die diesjährige Konferenz noch einmal Revue passieren zu lassen. Alle Präsentationen wurden aufgezeichnet und stehen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Events nach der Veranstaltung über die Agenda zur Verfügung. 

Wer das Event in diesem Jahr verpasst hat, dem empfiehlt sich unser On-demand-Ticket, mit dem man ein Jahr lang Zugriff auf alle verfügbaren Inhalte der Veranstaltung hat.

© Martin Meyer